Velo parkt mit Gleisanschluss

VELOP.CH

Phantastische Brücken und Tunnels

Die Ressourcen talentierter Architekten werden kaum genutzt, gute Veloinfrastruktur zu bauen. Architektur wird durch Aussicht erst schön, womit Brücken und Durchgänge nebst der Funktion die Rolle als Bellvue zukommt. Darum bitte mehr davon!

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Personenüberführungen Stazione di Bellinzona

Personenüberführung in Bellinzona.
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Personenüberführung Rotkreuz/Risch (leider velofrei)

Eine neue Personenüberführung bildet künftig die Verbindung der zwei Ortsteile Rotkreuz und Risch im Kanton Zug. «Tendenza» vom Ingenieurbüro Synaxis aus Zürich mit Michael Meier und Marius Hug Architekten wurde von der Jury zur Weiterbearbeitung empfohlen. Aus dem Jurybericht: Das Projekt Tendenza besticht auf Grund seiner konzeptionellen Klarheit, weshalb die gewählte Pro-jektidee zwingend beizubehalten ist. Neu darzustellen ist insbesondere die Orientierung der Perronabgänge in Richtung Bahnhof – hier wurde die Aufgabenformulierung missverstanden. Die Passerelle wäre demnach zu spiegeln. Die Ausrichtung der beiden stirnseitigen Treppen ist jedoch beizubehalten. Durch die neue Anordnung der Lifte wären die beiden ebenerdigen Vorbereiche nochmals zu überarbeiten.

Da der Zugang auf der Nordseite von der Hochschule her wichtig ist, wäre zu überlegen, ob der vorgesehene Brunnen noch richtig platziert ist. Seitens SBB ist der Wunsch geäussert worden, für die Lifte kleine Vorbereiche vorzusehen, damit wartende Benutzer nicht im Passantenstrom stehen. Der gewählte Farbton des Brückenkörpers als Reaktion der im Gleisumfeld anfallenden Immissionen wird wohlwollend anerkannt.

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Links
Personenüberführung Ost, Bahnhof Rotkreuz se-ag.ch/referenzen
risch-rotkreuz Personenüberführung www.zg.ch am 1.9.2019
Jurybericht www.zg.ch am 16.11.2016

Velotunnel Winterthur

Die nördliche Personenunterführung des Bahnhofs Winterthur wurde vor mehr als 90 Jahren erstellt. Kein Wunder, dass sie den heutigen Anforderungen nicht mehr genügte. Im Zuge der Erneuerung haben die SBB die Unterführung von ehemals 4,5 auf 17,5 Meter verbreitert. So entstand Platz für mehr Menschen sowie Geschäfte.

Gleichzeitig haben die SBB im Auftrag der Stadt Winterthur eine Veloquerung gebaut. Diese verläuft direkt neben der Personenunterführung und verbindet die Rudolf- mit der Turnerstrasse.

velojournal.ch am 9.12.2021

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Neue Velo- und Fussgängerbrücke über die Limmat bei Würenlos

Der neue Limmatsteg «Chlosterschür» zwischen Neuenhof und Würenlos wird eine Stahlbrücke: Ein Tessiner Ingenieurbüro gewinnt den Projektwettbewerb.

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Von der Europallee über den Schützensteg

Von der Zürcher Europaallee her soll es bald einen direkten Zugang zur Sihl geben. Am Flussufer vor der Sihlpost plant das Tiefbauamt eine rund 70 Meter breite Treppe mit Sitzstufen.

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Radbahn unter der S-Bahn

Teststrecke unter der S-Bahn in Berlin-Kreuzberg – Raum und Anlass für Veranstaltungen zu aktiver, partizipativer Stadtgestaltung und zur Mobilität der Zukunft.

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Velostation im Birsigkanal

Vision: Velostation mit Eingang Eisengasse (Pfeil) ins UG als Ergänzung zu den wetter- und nutzungsabhängigen VeloPP auf dem Marktpatz.

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Auf dem Tinguelyweg* durch das Reitergebäude

Der Strassenanschluss vom Gundeldingerquartier in das Post-Reitergebäude am Bahnhof Basel SBB ist seit 50 Jahren auf standby gesetzt. Lesen Sie hier, wie es dazu kam, warum die Blockade anzudauern droht oder wie das Gundeli schon bald seinen Tinguelyweg erhalten könnte.

1955 wird erstmals die Idee eines "Postreiterbahnhofs" diskutiert. "Einmal soll hier der gewaltig angewachsene Autopark der Post auf dem Platz Basel untergebracht werden. Ferner ist, zur Entlastung der alten Hauptpost Basel 1 an der Freienstrasse, die Verlegung des Postchequamtes in diesen Neubau beabsichtigt. Andere Absichten stehen vorest offenbar noch im Hintergrund" berichten die Basler Nachrichten im März 1955.

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In den 60er Jahren war der Plan, die Südtangente mitten durch das Gundeldinger Quartier zu führen. Zum Glück ist nichts daraus geworden.Verdichtung ist möglich und die Anschlüsse des Sockelbaus können für eine Velobahn (gelb) geöffnet werden. Vorschlag: VELOP.CH

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Seebahnpark

"Der Verein «Seebahn-Park» hat eine aussergwöhnliche aber naheliegende Lösung für das Grünflächenproblem erarbeitet. Der Seebahngraben genannte Bahnabschnitt, der seit bald 100 Jahren die benachbarten Kreise 3 und 4 voneinander trennt, soll überdeckt und begrünt werden. Die jetzigen Querstrassen über die Geleise würden belassen und den Park in sechs Abschnitte teilen, die jeweils unterschiedlich bespielt werden könnten. Auf diese Weise würde auf einen Schlag eine gut 4 Hektaren grosse Parkfläche für Zürich geschaffen, ohne dass dafür Bauland geopfert werden müsste" schreibt das Velojournal.

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Ein Veloweg wäre als erhöhte Expresslinie nach dem Vorbild «High Line» in New York denkbar und könnte die angedachte Gleisüberquerung beim ehemaligen Güterbahnhof verlängern. Somit entstünde eine fast vier Kilometer lange durchgehende Strecke vom Bahnhof Wiedikon über den Lettenviadukt bis zur Badi Oberer Letten in Wipkingen.

Quelle: velojournal.ch

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Pro und Kontra Seebahnpark

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Wenn schon zudecken, dann mit Gebäuden überbauen, damit mehr Leute hier wohnen oder arbeiten können (innere Verdichtung). Die Initianten meinen: Hier ist es schon genug dicht, aber zu wenig grün. Einmalige Chance für neuen Freiraum mitten im Siedlungsgebiet.

Der Seebahn-Park wertet die Gegend auf und verteuert damit die Wohnungen, Büros und Ladenflächen links und rechts des neuen Grünraums (Gentrifizierung). Die Initianten meinen: Wer ist gegen mehr Lebensqualität?

Die Böschungen des Bahneinschnitts bieten Lebensraum für einige Pflanzen und Tiere. Dieser wird zerstört durch die Überdeckung. Die Initianten meinen: Es werden max. 8‘000 m2 Böschungsflächen vernichtet, aber 42‘000 m2 Parkfläche (5x mehr!) geschaffen. Zweitklassige kontaminierte Grünflächen (Staub, Rost) werden in erstklassige Parkflächen verwandelt.

Die Zugfahrt durch den offenen Seebahn-Graben ist schöner als durch einen Tunnel zu fahren. Die Initianten meinen: Die meisten Züge fahren durch den 15 km langen Lochergut-Thalwil-Tunnel, da kommt es auf 500 m mehr oder weniger Tunnel nicht an. Was ist höher zu gewichten: die Aussicht des Zugfahrers oder die Lebensqualität der Anwohner?

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Haltung der SBB, des Kantons und der Stadt

SBB (Grundeigentümerin)
Grundsätzlich positive Haltung. Keine Kosten für SBB! Technische und Sicherheitsanforderungen erfüllen (Tunnel, laufender Bahnbetrieb etc.)

Kanton Zürich
«Mit der Überdeckung von Autobahnen und Bahnlinien an geeigneten Lagen kann ein Beitrag zur Siedlungsreparatur geleistet und das angrenzende Siedlungsgebiet aufgewertet werden. Die Verwirklichung entsprechender Vorhaben liegt deshalb im kantonalen Interesse. Voraussetzung ist, dass die aufgewerteten bzw. realisierbaren Nutzungspotenziale einen direkten Siedlungszusammenhang aufweisen und die bestehende Siedlungsstruktur zweckmässig ergänzen.» (Entwurf Kant. Richtplan, Teilrevision 2016, Ziffer 2.2.1)

Stadt Zürich
Seebahn-Park im Entwurf zum kommunalen Richtplan eingetragen (behördenverbindlich!). Stadtrat Richard Wolff (Tiefbau-und Entsorgungsdepartement, Grün Stadt Zürich) und Stadtrat André Odermatt (Hochbaudepartement, Amt für Städtebau) begrüssen das Projekt

Weitere Informationen: www.seebahn-park.ch

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Artikel zum Thema
Park über den Gleisen in Wiedikon tagesanzeiger.ch vom 23.5.2020

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Duraduct

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Posttunnel Luzern

Lange wurde darüber diskutiert, aus dem ehemaligen Posttunnel unterm Bahnhof Luzern einen Velotunnel mit Abstellplätzen zu machen. Nun gibt es erste Schritte in diese Richtung: Die SBB wollen den alten Tunnel teilweise öffnen und darin rund 460 Veloplätze errichten.

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Velotunnel unter dem HB Zürich

Aus dem nie in Betrieb gegangenen Autobahntunnel unter dem Hauptbahnhof soll eine Unterführung für Velos werden und das Sihlquai mit der Sihlpost verbinden. Noch sind für dieses 34-Millionen-Franken-Projekt bauliche, rechtliche und finanzielle Fragen offen. Doch der neue Vorsteher des Tiefbaudepartements Richard Wolff setzt diesen Plan auf seine Agenda.

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