Velo parkt mit Gleisanschluss

VELOP.CH

Basler Velokonzept

Das Bild für Bahnreisende vor Erstellung des Heuwaageviadukts (1970) war stark vom Autoverkehr dominiert. Die Autos prägen das Bild auch heute noch, nur ausgedehnter an der Nauenstrasse. Damit war der Bau einer Fussgängerunterführung beschlossen und sämtiche VeloPP wurden vom Centralbahnplatz in den Untergrund verschoben.

Bei der Neugestaltung des Centralbahnplatzes wurde das Queren mit Auto und Taxi verboten und Veloabstellflächen ins UG verlegt. Das daraus hervorgegangene Veloparking am Bahnhof SBB ist vorbildlich. Der Centralbahnplatz ist damit eine funktionierende Verkehrsdrehscheibe, in den 90er Jahren vorausschauend als Euroville bezeichnet, mit zeitgemässer Infrastruktur für Umsteiger vom Zug auf das Tram, auf den Bus oder auf das Velo. Ein anderes Bild zeigt sich beim Bahnhof Hinterausgang Gundeldingen. Mit den Neubauten Residenz, Meret-Oppenheim-Hochhaus etc. sind viel Raum für VeloPP vernichtet. Die vorgesehene Zahl an VeloPP in den Neubauten ist zu knapp bemessen. Gesucht sind weitere Veloabstellplätze! Muss nun auch hier beim Bahnhof SBB Ausgang Gundeldingen in ein Veloparking im UG inverstiert werden? Kommt es beim Post-Reiterbau (Nauentor) zur Zwischennutzung? Werden Parkhäuser für das Velo geöffnet?

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Peter-Merian-Brücke / Postpassage: Ein Velopendlerweg in vielerlei Hinsicht unterbelichtet.
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Meret-Oppenheim-Strasse: Teer für den Flixbus, Tritt-Kies für die Velofahrer. 
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Auch an der Margarethenbrücke wurde im Renovationszyklus der Badarf an Veloverkehrsfläche nicht berücksichtig. Eine zusätzliche Gleisquerung ist im Gespräch.
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18.2.2019: Anzug betreffend Veloabstellplätze rund um den Bahnhof SBB

Wer heute rund um den Bahnhof geht, stellt fest, dass die Velomisere zunimmt und die Fahrräder überall parkiert werden, weil die vorgesehenen Veloabstellplätze überfüllt sind (siehe unhaltbarer Zustand vor Elsässertor, an der Margarethenbrücke und beim Südpark). Ein Problem sind sicher auch die sogenannten Veloleichen. Schrottvelos sind überall zu finden, rund um den Bahnhof und in den angrenzenden Quartierstrassen.

Das Gundeldinger Quartier ist im Besonderen von rücksichtslosem und falschem Parkieren der Drahtesel betroffen, weil die offiziellen Veloparkplätze zu klein und übervoll sind. Da sich das Bahnhofumfeld weiterhin verändern wird – denken wir an die Planungen Margarethenplatz, allfällige Entlastungsmassnahmen für die überlastete Passerelle mit möglichem Ausgang beim Elsässertor, Nauentor – stellt sich die Frage, wie man zukünftig mit der Situation umgehen wird. Von einer weiteren Verschärfung der Situation ist auszugehen.

grossrat.bs.ch

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12.2.2019: Öffentliche Vernehmlassung zum Stadtteilrichtplan Gundeldingen

Damit die Bahnhöfe und S-Bahn-Haltestellen ihrer Primärfunktion als Verkehrsknotenpunkte gerecht werden können, werden die verschiedenen Verkehrsträger möglichst direkt und übersichtlich miteinander verknüpft. Zur Optimierung der Verkehrs- und Umsteigebeziehungen werden er­forderliche Flächen für Bike and Rail (B+R) sowie ein Grundangebot für Park and Ride (P+R) gesichert, sowie Flächen für Bus, Taxi und Carsharing vorgesehen.

Durch eine gute Integration in das städtische Umfeld und attraktiven Querungen wird die Trennwirkung von den Bahnhöfen zwischen den Stadtteilen gemindert. Ein breites Versorgungsangebot gewährleistet, dass die Bahnhöfe Quartierfunktionen übernehmen. Durch die Zentrumsbildung kann ihre Drehscheibenfunktion wiederum gestärkt werden. Im Umfeld von Bahnhaltepunkten besteht zumeist hohes Verdichtungspotenzial.

www.regierungsrat.bs.ch

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06.06.2018: Das verkehrspolitische Leitbild des Kantons Basel-Stadt 2018-2021

[...] Die Umsetzung von Schlüsselprojekten für den Veloverkehr hat eine regionale Ausstrahlung und somit auch eine Signalwirkung für die Veloförderung, die weit über den direkten Nutzen des einzelnen Projektes hinausgeht.

Die Schlüsselprojekte sind im Masterplan Velo (Mai 2017) bereits verankert. Eines der Schlüsselprojekte ist die Velostation am Badischen Bahnhof, einem wichtiger Start- und Zielort und bedeutenden Umsteigeknoten mit grosser regionaler Ausstrahlung. Neben der stadträumlichen Aufwertung durch Aufhebung von Einzelanlagen und der Beseitigung der chaotischen Situation durch wild abgestellte Velos wird die Veloabstellplatzsituation grundlegend verbessert und der Veloparkierdruck reduziert. Der Bau ist ab 2020/2021 geplant.

Die Baukosten werden mit sechs bis acht Millionen Franken beziffert, wobei der Bund einen Beitrag von rund 1,6 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm der 1. Generation bereits gesprochen hat. Zudem ist ein Antrag auf Mittel aus dem Pendlerfonds vorgesehen. Weitere Schlüsselprojekte sind die Fuss- und Velobrücke Zolli (Bauphase ab 2021) und die Erweiterung der Veloabstellplätze auf der Südseite des Bahnhofs Basel SBB (Provisorien ab 2018). Ebenfalls zu den Schlüsselprojekten gehören Velostationen in der Basler Innenstadt (Realisation 2023–2026). Erste Planungen für eine innerstädtische Velostation im Bereich Heuwaage hat das Amt für Mobilität 2017 begonnen.

Quelle: Verkehrspolitisches Leitbild und Massnahmenplan 2018-2021

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15.10.2016: 200 VeloPP am Ostflügel Bahnhof SBB

Das Basler Parlament gab 2010 grünes Licht für mehr kommerzielle Nutzung am SBB, verdonnerte die SBB jedoch gleichzeitig dazu, 700 zusätzliche Veloparkplätze am Bahnhof zu realisieren. Im Oktober 2016 wurden 200 Abstellplätze fertiggestellt (siehe Bild). Die Anlage von der Planung bis zur Erstellung schlug 600'000 CHF zu Buche. Das Resultat ist eine Anlage, wo bis 200 Velos in einer Rinne einige Treppenstufen hochgeschoben und in engen Platzverhältnissen in doppelstöckige Abstellplätze versorgt werden können. Für E-Biker oder Velofahrer mit Gepäck kein leichtes Unterfangen. Keine 50 Meter entfernt liegt die 'Rostwurst' der PTT mit chronisch unterbelegten Autoabstellplätzen.

«In jeder anderen Stadt ist der Kanton am Bahnhof für neue Veloplätze und ihre Finanzierung zuständig. In Basel ist es aber anders» sagt Urs-Martin Koch, Netzentwicklung SBB. Es sei auch noch offen, ob der Kanton oder die SBB die neuen Abstellplätze im Velokonzept finanziere werde – das müsse noch ausgehandelt werden (siehe unten: Medienmitteilung).

Die Anlage beim Ostflügel Bahnhof SBB zählt 200 VeloPP und hat CHF 600 000 gekostet. Weil umständlich und dem Wetter ausgesetzt ist die Bewirtschaftung nicht realistisch.
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Weitere 500 Veloparkplätze kommen in den Bereich Haupteingang unter den Centralbahnplatz, in dem bisher ein VIP-Autoparking befand. Die neuen Veloparkplätze sind doppelstöckig und kosten einen Franken am Tag. Die SBB investieren total 1,5 Millionen Franken. Damit sind für die SBB die Hausaufgaben betreffen Veloabstellplätzen gemacht.

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22.3.2016: Veloparkplatz-Situation beim Coop Südpark, Güterstrasse 125 (Anzug 14.5438.02)

Die Zahl der Veloabstellplätze im gesamten Bereich des Bahnhofeingangs Gundeldingen beträgt derzeit rund 800. Aufgrund dieses Berichts beantragen wir, den Anzug (Anzug 16.5256.01) Michael Wüthrich und Konsorten betreffend Veloparkplatz-Situation beim Coop Südpark, Güterstrasse 125 abzuschreiben.

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19.11.2014: Veloparkplatz Situation beim Coop Südpark (Anzug 14.5438)
Die Regierung wird gebeten zu prüfen und zu berichten, wie in unmittelbarer Nähe des Eingangs zum Coop Südpark zusätzliche Abstellplätze für Velos eingerichtet werden können
wie die bestehenden Veloparkplätze durch Vergrösserung der Nachfrage angepasst werden können.

Dazu schreibt die Regierung: Seit der Einreichung des Anzugs hat sich die Situation im Bereich des Bahnhofeingangs Gundeldingen stark verändert. Die Meret Oppenheim-Strasse wurde verlegt und liegt nun näher bei den Gleisfeldern des Bahnhofs SBB. Wegen dieser Verschiebung mussten die unter der Passerelle gelegenen Veloabstellplätze ebenfalls anders platziert werden. Seit Sommer 2015 können Velos und Motorräder auf dem Meret Oppenheim-Platz parkiert werden, womit das Ziel von rund 500 Veloabstellplätzen im Bereich des Bahnhofeingangs Gundeldingen erfüllt ist. Der anstehende Bau des Meret Oppenheim-Hochhauses wird weitere Veränderungen in diesem Gebiet auslösen, einerseits durch Einschränkungen infolge der Bautätigkeit und andererseits durch veränderte Nutzungen nach dem Bezug des Gebäudes.

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20.10.2012: Konzept für Veloabstellplätze am Bahnhof Basel SBB

Die von SBB und Kanton Basel-Stadt angedachten Veloabstellanlagen befinden sich derzeit ausschliesslich auf Grundstücken der SBB. Realisiert werden sollen diese Anlagen vorwiegend im Zusammenhang mit anstehenden beziehungsweise noch zu planenden Grossprojekten von SBB Immobilien und SBB Infrastruktur – wie Gleisfelderweiterung, Gleisfeldquerung West bzw. Ost, RailCity Westflügel, Logistik MOS, Baufeld B – und gegebenenfalls mit weiteren städtebaulichen Entwicklungsprojekten Dritter. Zur Erfüllung der Vorgaben des Gegenvorschlages zur Städteinitiative ist der Kanton Basel-Stadt angehalten, den ÖV und den nicht motorisierten Individualverkehr zu stärken. Im Rahmen dieser Planungen sieht der Kanton deshalb die Realisierung zusätzlicher Veloabstellanlagen im Bahnhofsumfeld vor. Kosten für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der Anlagen. Das vorliegende Konzept sieht keine Regelung vor, wie die Kosten für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der angedachten Anlagen zwischen SBB und Kanton Basel-Stadt – sowie möglicherweise weiteren Beteiligten – aufgeteilt werden sollen.

Der Kostenteiler soll bei der allfälligen Planung und Realisierung einzelner Anlagen jeweils im Rahmen einer konkreten Vereinbarung verhandelt werden. Aus dem vorliegenden Konzept entstehen deshalb keine gegenseitigen verbindlichen Verpflichtungen zur Realisierung und Finanzierung einer definierten Anzahl Veloabstellplätze an den angegebenen Veloabstellanlagen.

medienmitteilungen.bs.ch (PDF)

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Geschrieben von VELOP.CH am Samstag Juni 25, 2016

Permanenter Link - Tags: margarethenbrücke, gundeldingen, langsamverkehr, biceberg - Category: kampagne

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