Velo parkt mit Gleisanschluss

VELOP.CH

Veloparking statt Einkauf im UG

"35 Prozent des Umsatzes im ­Globus Zürich werden mit Lebensmitteln erzielt. Und die sind im Untergeschoss. Das sagt viel aus über die oberen Stockwerke, wo die Delicatessa-Kunden nur ­wenig ­einkaufen. Je weiter man hochfährt, desto leerer wird es. Das geht nicht. Auf jeder Etage braucht es einen Wow-Effekt."

Vittorio Radice, neuer Verwaltungspräsident von Globus.


Lebensmittel Einkaufen bei Neonlicht im Untergeschoss. Diese verstaubte Praxis ist in Zeiten mit zunehmendem Bewusstsein für Foodwaste, Bio- und Fairtradeprodukte und Unverpackt klar zu hinterfragen. Die Pläne der neuen Globus-Besitzer orientieren sich denn auch nicht an Shoppingzentren der 80er Jahre sondern an  Konzepten für hochwertiges Einkaufen, zumindest in den Kernstädten. Dort verschwinden die ersten Discounter wieder von der Bildfläche.

Geschrieben von VELOP.CH am Sonntag Februar 9, 2020


Velo und Ökonomie II

Die Veloschnellroute Limmattal ist volkswirtschaftlich empfehlenswert. Zu diesem Schluss kommt eine Kosten-Nutzen-Analyse. Es ist die erste Berechnung dieser Art in der Schweiz.

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Hintergrund

Je voller Strassen, Züge, Busse,Trams werden, umso mehr Pendler entdecken das Velo als attraktive Alternative. Damit dieser gesunde Trend anhält, ist eine zweckmässige und moderne Veloinfrastruktur mit möglichst direkten und unterbruchsfreien Verbindungen nötig. Die KNA hat eindeutig nachgewiesen, dass der Bau einer Veloschnellroute Limmattal wirtschaftlich sinnvoll ist. Weitere nicht zu beziffernde Faktoren (z.B. Entlastung des ÖV oder mehr Lebensqualität in den tangierten Gebieten) stützen dieses Ergebnis.

Das Potenzial der Verbindung von Schlieren nach Zürich ist hoch, nicht zuletzt deshalb, weil keine topografischen Hürden überwunden werden müssen. Nun ist entscheidend, dass auch Bevölkerung, Stadt, Politik und Wirtschaft die Veloschnellroute als echte Chance für die Region sehen. Mit der VSR Limmattal haben wir die Gelegenheit, pionierhaft einen Meilenstein in Richtung Velozukunft zu setzen.

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In Zahlen übersetzt

Damit Nutzen und Kosten einander sinnvoll gegenübergestellt werden können, müssen sie mit einem Geldbetrag beziffert («monetarisiert») werden. Einfach nachzuvollziehen ist das bei Bau- und Unterhaltskosten. Es wurden wie üblich bei Studien zu Strassenprojekten die Baukosten +/- 30% angenommen. Aber auch aus Zeit kann Geld werden, wenn dank kürzerer Reisen mehr Zeit für Arbeit und Freizeit zur Verfügung steht.

Beispiele für monetarisierbare Kriterien:

  • Bau und Unterhalt
  • Reisezeitveränderung - Umweltbelastung
  • Unfallkosten

Nicht alle Kriterien können so einfach in Geld umgerechnet werden. Während z.B. Baukosten relativ leicht zu beziffern sind, ist das für die Verbesserung der Lebensqualität im öffentlichen Raum durch weniger motorisierten Verkehr kaum möglich. Daher wird der Nutzen solcher Kriterien nicht umgerechnet, sondern umschrieben und fliesst auf diese Weise in die Beurteilung ein.

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Beispiele für sogenannte «nicht monetarisierbare» Kriterien:

  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch die neue Infrastruktur.
  • Umsatzsteigerung des Detailhandels entlang der VSR aufgrund des unterschiedlichen Einkaufsverhaltens von Velofahrern und eines grösseren Potenzials für Laufkundschaft (auf dem Velo und zu Fuss).
  • Entlastung des Schienen- und Strassennetzes in den Spitzenstunden durch Verkehrsverlagerung auf das Velo.
  • Geringerer Flächenverbrauch von Velos verglichen mit anderen Verkehrsmitteln.

Mehr Informationen zum Thema unter velo.zh.ch/kna
Weiterer Artikel zum Velo und Ökonomie

Weiterführende Informationen
Warum 1 Meter Autobahn CHF 3000'000 kostet nzz.ch
 

Geschrieben von VELOP.CH am Montag Januar 14, 2019


Josta TripleParker

Parksystem auf drei Etagen: Der Triple Parker ist einfach und sicher zu bedienen, und die kombinierten Hoch / Tief-Parkpositionen sorgen dafür, dass der zur Verfügung stehende Raum maximal genutzt wird.

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Der Triple Parker ist dank Hydraulik einfach zu bedienen. Ein Velo wird auf einer dritten Ebene über einem Doppelparkiersystem oder ohne die beiden unteren Ebenen parkiert (Bild unten). Die Anlage wird ganz ohne Strom betrieben und die Kosten für Wartung und Unterhalt sind minimal.

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Link: www.cycle-works.com

Geschrieben von VELOP.CH am Freitag Dezember 28, 2018


Velostation Centralbahnplatz

Als vorbildlich gilt das Veloparking am Bahnhof SBB in Basel. Es liegt im UG und ist gleichzeitig als eine sichere Velo- und Fussgängerverbindung vom Bahnhof zur Stadt konzipiert: Während oben Tram- und Autoverkehr (Nauenstrasse) dominiert, hat unten der Langsamverkehr Vortritt. Akuter Mangel an Veloabstellplätzen für Pendler ist hingegen beim 'Hinterausgang' auszumachen. Das Velo-Elend ist bei vielen Bahnquartieren grösserer Städte festzustellen. Lösungen werden höchstens für den Status quo in Aussicht gestellt, nicht aber für ein optimistisches Szenario, wo der Veloverkehr an Zahl und Qualität zunimmt mit entsprechendem Bedarf an Veloabstellplätzen.
 

Velostation Centralbahnplatz

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Die Zeit ist reif für die Mobilitätswende

Parkhaus-Sharing neu berechnen: Zeitweise schwach besetzte AutoPP von UG- 1 bis UG -4 und poppenvolle VeloPP unter dem Centralbahnplatz am Bahnhof SBB in Basel. Dank einer angemessenen Veloparkraumbewirtschaftung könnte die Raumaufteilung auch umgekehrt sein, eine grosszügig ausgelegte Anzahl VeloPP und künstlich verknappte AutoPP.

Geschrieben von VELOP.CH am Montag November 26, 2018


Verfassungsartikel zur Förderung des Veloverkehrs

73,6 Prozent der Stimmenden haben an der Eidgenössischen Abstimmung vom 23.9.2018 dem Veloartikel zugestimmt. Das bedeutet Rückenwind für den Ausbau von Velowegnetzen.

Selbst der TCS, der sich traditionell für die Anliegen des motorisierten Verkehrs einsetzt, zeigt sich nach dem klaren Ja zum Velo-Artikel in der Verfassung zufrieden. «Es ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander», sagte Zentralpräsident Peter Goetschi.

Bei der Abstimmung sei es um die Mobilität gegangen. Der TCS habe die «ausgeglichene Vorlage» unterstützt, weil das Fahrrad im Mobilitätssystem «einen gewissen Platz» haben müsse, sagte Goetschi der Agentur Keystone-SDA.

Das Ja bedeute nicht, dass künftig alles fürs Velo und wenig fürs Auto gemacht werden müsse. «Wir dürfen die beiden Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen», warnte Goetschi. Im Gegenteil: Für alle sei die Sicherheit das A und O.

Auch wenn der Verfassungsartikel nichts direkt ändere, so könnten die verschiedenen Herausforderungen nun gemeinsam angepackt werden. Dazu zählt Goetschi den knappen Platz in den Agglomerationen, die begrenzten Mittel und die Verflechtung von Velowegen und Autostrassen. Die Leitfrage müsse lauten: «Wie organisieren wir unsere Mobilität?»

Quelle: tagesanzeiger.ch

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Artikel zum Thema

"Stoppt den Kindermord!" – von den Niederlanden Verkehrspolitik lernen
derstandard.de vom 8.8.2019

Geschrieben von VELOP.CH am Sonntag September 30, 2018


Mit dem Biceberg durch die Decke

Basel erhält einen neuen Brunnen mit 19 Metern Durchmesser. Darin kommt eine 3.6 Meter hohe Vergrösserung der Figur "Spirale (der Gang der Natur)" der Künstlerin Meret Oppenheim zu stehen.

Die Kosten für die Platzgestaltung tragen die Bauherrin SBB und der Kanton Basel-Stadt, der einen Betrag aus dem Mehrwertfonds beisteuert. Für die Brunnenfigur trägt der Swisslos-Fonds 430’000 Franken bei. Das ist sehr erfreulich und ein Gewinn für den Standort.

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Geschrieben von VELOP.CH am Freitag Dezember 1, 2017